WordPress vs. individuell programmiert: Was lohnt sich 2026?
WordPress ist für die meisten lokalen Betriebe die falsche Wahl. Individuell programmierte Websites laden 3x schneller, brauchen kein Cookie-Banner und keine monatlichen Plugin-Updates. Der Preis liegt bei 890–2.490 Euro statt „kostenlos aber langsam“.
WordPress: Was es kann und was nicht
WordPress betreibt rund 43% aller Websites weltweit. Es ist das bekannteste System, und das aus gutem Grund: Du kannst Plugins installieren, Themes wechseln und ohne Programmierkenntnisse Inhalte pflegen.
Das Problem liegt genau dort. Jedes Plugin lädt eigenes JavaScript und eigene Stylesheets. Ein typisches WordPress-Setup für einen lokalen Betrieb sieht so aus:
- Theme mit eingebautem Page-Builder (Elementor, Divi, WPBakery)
- Kontaktformular-Plugin (WPForms, Contact Form 7)
- SEO-Plugin (Yoast, Rank Math)
- Cookie-Banner-Plugin (Complianz, Borlabs Cookie)
- Sicherheits-Plugin (Wordfence, Sucuri)
- Caching-Plugin um die anderen Plugins auszugleichen
Jedes dieser Plugins lädt eigene Dateien die der Browser verarbeiten muss. Das Ergebnis: 3–5 Sekunden Ladezeit auf dem Handy. Laut DebugBear bestehen nur 44% der WordPress-Seiten Googles Core-Web-Vitals-Test auf Mobilgeräten.
Dazu kommt das Thema Sicherheit. WordPress ist das meistangegriffene CMS der Welt. Nicht weil es unsicher programmiert ist, sondern weil Plugins regelmäßig Sicherheitslücken haben. Wer nicht jeden Monat Updates einspielt, riskiert dass die eigene Website gehackt wird.
Individuell programmiert: Was das bedeutet
Eine individuell programmierte Website nutzt weder WordPress noch einen Baukasten. Jede Zeile Code wird für den konkreten Betrieb geschrieben. Das klingt aufwendig, ist aber für kleine Websites (1–10 Seiten) oft einfacher als ein WordPress-Setup.
Der entscheidende Unterschied: Es gibt keine Plugins. Keine überflüssigen Dateien. Kein Code der geladen wird aber nicht gebraucht wird. Die Seite macht genau das was sie soll und nichts anderes.
- Schnelle Ladezeit: Unter 1,5 Sekunden, weil nur das geladen wird was die Seite tatsächlich braucht
- Kein Cookie-Banner: Keine Tracking-Cookies, keine externen Dienste die Daten sammeln. Mehr dazu in unserem Artikel DSGVO-konforme Website ohne Cookie-Banner
- Keine Plugin-Wartung: Es gibt keine Plugins die veralten oder Sicherheitslücken aufmachen können
- Volle Kontrolle: Design, Funktion und Performance sind exakt auf den Betrieb zugeschnitten
Der ehrliche Vergleich
WordPress
Individuell gebaut
Die Zahlen sprechen für sich. Aber Zahlen allein reichen nicht. Entscheidend ist was zu deinem Betrieb passt.
Der Kostenfaktor: Kurzfristig vs. langfristig
WordPress wirkt auf den ersten Blick günstiger. Ein Theme kostet 60 Euro, Hosting 5 Euro im Monat, Plugins sind oft kostenlos. Aber diese Rechnung lässt die versteckten Kosten aus:
- Premium-Plugins: Elementor Pro, Yoast Premium, Borlabs Cookie kosten zusammen 200–400 Euro pro Jahr
- Wartung: Wer die Updates nicht selbst macht, zahlt 30–80 Euro im Monat an einen Dienstleister
- Performance-Optimierung: Caching-Plugins, CDN-Dienste, Bildoptimierung. Alles Aufwand der bei einer schlanken Website nicht anfällt
- Sicherheit: Nach einem Hack kann eine Bereinigung 500–2.000 Euro kosten
Über 3 Jahre gerechnet kostet eine WordPress-Website für einen kleinen Betrieb oft 3.000–6.000 Euro. Eine individuell gebaute Website mit Wartung liegt bei 1.900–3.900 Euro im selben Zeitraum. Mehr dazu in unserem Preisvergleich.
Wann WordPress trotzdem Sinn macht
Fairerweise: Es gibt Fälle in denen WordPress die bessere Wahl ist.
- Große Blogs: Wer regelmäßig 100 und mehr Artikel veröffentlicht, profitiert von der eingebauten Inhaltsverwaltung
- Online-Shops: WooCommerce mit Tausenden Produkten, Zahlungsanbietern und Lagerverwaltung ist ein starkes System
- Häufige eigene Änderungen: Wenn du wöchentlich Texte, Bilder oder Angebote selbst ändern willst, ist ein Bearbeitungsbereich hilfreich
Für einen Friseursalon, ein Café oder ein Nagelstudio mit 3–8 Seiten ist WordPress überdimensioniert. Du brauchst kein System das für Nachrichtenportale mit Tausenden Seiten gebaut wurde.
WordPress ist wie ein Lastwagen: Stark, vielseitig und für große Lasten gebaut. Aber wenn du nur zum Bäcker um die Ecke willst, nimmst du das Fahrrad.
Fazit
Für lokale Betriebe mit 1–10 Seiten ist eine individuell gebaute Website die bessere Wahl. Sie lädt schneller, rankt besser bei Google, braucht kein Cookie-Banner und kostet langfristig weniger als WordPress.
WordPress lohnt sich wenn du einen Blog mit Hunderten Artikeln oder einen Online-Shop mit Tausenden Produkten brauchst. Für die meisten Handwerker, Gastronomen und Dienstleister ist das nicht der Fall.
Wir bauen Websites in Lübeck zum Festpreis, ohne WordPress, ohne Baukasten. Schnell, sicher und ohne Überraschungen bei den Kosten.
Tim-Louis Rieck
Gründer & Webentwickler bei riecktm